Fotoforum: So geht Schwarz-Weiß (Teil 2)

Zusatzinformationen zum Artikel im Fotoforum Heft 04-2017

Schwarz-Weiß macht am meisten Spaß als Ausdruck in den eigenen Händen oder an der Wand. Auf der Suche nach einem besonderen Papier für unser Schwarz-Weiß Motiv das wir mit einem HDR-Programm erzeugt haben, sind wir diesmal bei Permajet fündig geworden.

Das neue FB Mono Gloss Baryta ist ein 320g Fine Art Papier, das durch sein Naturweiß sehr universell ist. Mit einem angebenden DMAX von 2,38 soll es perfekt für kontraststarke Schwarz-Weiß Drucke sein. Und in der Tat zeigen unsere Testdrucke ein perfektes tiefes Schwarz. Durch das Naturweiß des Papiers gelingen so sehr kontrastreiche Schwarz-Weiß Drucke. Die hochglänzende Oberfläche, mit ihrer kaum wahrnehmbaren Struktur, unterstützen diesen Eindruck sehr gut.

An unserem Motiv sieht man das sehr gut. Die Struktur des Steines in der Bildmitte wird sehr detailreich wiedergegeben und das Schwarz ist sehr knackig. In den Wellen macht sich das cremige Weiß sehr gut.
Um die Struktur besser sehen zu können, habe ich hier gegen das Licht die Oberfläche fotografiert.

Die Oberfläche kann aber nicht nur Segen, sondern auch Fluch sein. Sauberes arbeiten, also mit Handschuhen und Staubfrei, sollte es sein. Sonst zeigen sich Kratzer auf den schönen Ausdrucken. Ein Tipp noch für die Verarbeitung im Drucker, nicht den automatischen Einzug nehmen, sondern den manuellen Einzelblatteinzug. Die Rollen des Einzugs können nämlich Spuren auf der empfindlichen Oberfläche hinterlassen. So bei unserem Canon Pro-1000 passiert.

Wie bei allen glänzenden Papieren kann es auch zu einem leichten Bronzing in den hellen Bereichen kommen, wenn die Lichter nicht sauber ausgearbeitet wurden und sich Tonwertabrisse zeigen. Das kann gerade bei der HDR-Umwandlung leicht passieren. Daher unser Tipp: Im Druck zeigen sich die Tonwertabrisse deutlich, machen Sie erst einen Probedruck in einem kleineren Format. Bei unserem Motiv sind die Wolken durch die HDR-Umwandlung die Problemzone in unserem Druck.

Das FB Mono Gloss Baryta gibt es bei Foto Mayer http://permajet.de/permajet/ in A4, A3, A3+ und A2, sowie auf Rolle mit 17“, 24“ und 44“. Die Preise beginnen bei 29,95 Euro für 25 Blatt A4.

Alternativen zu Google Nik HDR Efex Pro 2

Google Nik HDR Efex Pro 2 ist ein ganz ausgezeichnetes HDR-Programm, vor allem, weil es so natürliche Ergebnisse liefert. Daher ist es auch eine sehr gute Grundlage für Schwarz-Weiß Bilder.

Alternativen sind beispielsweise Macphun Aurora HDR, dass es demnächst auch für Windows gibt und HDR projects 5 professional von Franzis.

Macphun Aurora HDR

Das Vorgehen in Aurora HDR ist ganz ähnlich zu Nik HDR Efex Pro 2. Man startet mit drei Bildern, die man an Aurora HDR übergibt und stellt die Sättigung auf -100 Prozent. Jetzt haben wir nur noch Graustufen und können unsere Arbeit beginnen.

Nach der Reduzierung der Sättigung, stellen wir die Regler für Ton und Struktur so ein, dass wir über das gesamte Bild keine zu extremen Kontraste haben. Einzelne Bildbereiche werden wir im nächsten Schritt optimieren.
Was uns die Arbeit bei der Optimierung individueller Bildbereiche so einfach macht, ist der Einsatz von Einstellungsebenen und die Ebenenmasken. Die Einstellungsebenen arbeiten vergleichbar zu Photoshop und sorgen dafür, dass unsere Bildebene unangetastet bleibt. Am besten ist es, wenn man für jeden zu optimierenden Bildbereich eine eigenen Einstellungsebene verwendet. Mit der Ebenenmaske sorgen wir dafür, dass sich die Einstellungen nur auf die Bildbereiche auswirken, die in der Ebenenmaske weiß sind. Für das Anlegen einer Maske gibt es neben einem Pinselwerkzeug auch eine Luminanzmaske.

Qualitätstipp

Wenn Sie mit Lightroom arbeiten schauen Sie sich die Exporteistellungen genauer an. Hier können Sie durch 16 Bit und einen großen Farbraum im Extremfall mehr aus Ihrem HDR holen.

Fotoforum: So geht Schwarz-Weiß (Teil 1)

Zusatzinformationen zum Artikel im Fotoforum Heft 03-2017

Das richtige Papier

Der finale Schritt einer Schwarz-Weiß-Entwicklung ist der Druck. Tonwerte, Strukturen oder auch das Filmkorn, das zeigt gerade der Druck am besten.

Daher gehört zu unserer Serie auch zu jeder Ausgabe eine Papierempfehlung. Wir haben ganz unterschiedliche Papiere ausgesucht, die perfekt zu Schwarz-Weiß passen.

Wir beginnen mit einem sehr universellen Papier, dem relativ neue Ilford Gold Fibre Gloss.

Die Basis des Gold Fibre Gloss besteht zu 100 Prozent aus Baumwolle und dadurch, das komplett auf Aufheller verzichtet wird, sind alle Voraussetzungen für eine lange Haltbarkeit gegeben.

Die einem Barytpapier ähnliche Oberfläche zeichnet sich durch einen sehr schönen Glanz mit einer kaum wahrnehmbaren Struktur aus.

Obwohl keine Aufheller zum Einsatz kommen, hat das Gold Fibre Gloss einen hellen naturweißen Ton. Perfekt für eine Vielzahl an Motiven. Übrigens auch in Farbe.

In unserem Test hat uns die maximale Schwärze und die sehr gute Schattendurchzeichnung begeistert. Landschaften in Schwarzweiß und Porträts mit harten Kontrasten, haben uns besonders gut auf dem Gold Fibre Gloss gefallen. Wem das Gold Fibre Silk zu warm und stumpf ist, der ist beim Gold Fibre Gloss genau richtig.

 Lightroom Tipp zur PlugIns

Achten Sie bei der Arbeit mit einem PlugIn an die maximale Qualität der Ausgangsbilder. Wenn Sie Lightroom als Host-Anwendung nutzen, dann stellen Sie als Übergabeformat 16Bit/AdobeRGB/TIFF ein. Alternativ geht auch PSD als Dateiformat. Vermeiden Sie auf jeden Fall sRGB.

Tools für Schwarzweiß-Umwandlung

Tonality von Macphun ist ein hervorragendes Tool zur Schwarz-Umwandlung, aber nicht das Einzige. Neben dem Klassiker Google Nik Silver Effects Pro 2 und BLACK & WHITE projects 5 von Franzis möchten wir Ihnen hier im Blog nicht nur zwei weitere Tools DxO Filmpack 5 und ON1 Photo 10 vorstellen, sondern auch noch drei weitere Funktionen von Tonality zeigen.

Macphun Tonality

Ein paar weitere Funktionen von Tonality möchten ich Ihnen nicht vorenthalten.

Wer eher analog an eine Schwarzweißumsetzung herangehen möchte, findet auch die Farbfilter, die man bei Film vor das Objektiv geschraubt hat, in Tonality wieder.
Neutral, rot, orange, gelb, grün und blau. Dabei hellen die Filter die eigene Farbe auf, während sie die Komplementärfarbe abdunkeln. Der Rotfilter hellt beispielsweise Haut auf und dunkelt Himmel ab.
Für Portraits denen man einen verträumten Charakter geben möchte, gibt es einen tollen Glow-Effekt. Er softet das Bild und lässt die Lichter strahlen.
Sehr gerne verwendet sind auch Rahmen, die entweder den Look eines analogen Films simulieren oder auch einfach nur einen Übergang zu einem schwarzen oder weißen Rand schaffen. Hier bleibt allerdings Tonality weit hinter den Mitbewerbern Google Silver Effects Pro 2 und ON1 Photo 10 zurück.

Zu beziehen ist Tonality beim Hersteller Macphun.

DxO Filmpack 5

Filmpack von DxO ist als Spezialist für die Simulation von analogem Filmmaterial gedacht. Die Auswahl ist entsprechen umfangreich und deckt nahezu alle bekannten und einige exotische Filme ab.

Das Tool ist auf das nötigste reduziert und sehr einfach im Einsatz. Unser kleiner Workshop gibt einen Überblick.

Der erste Schritt bei Filmpack 5 ist immer die Auswahl eines Filmes. Hier der Kodak T-MAX 400. Die kleinen Minibilder zeigen schon einen ersten Eindruck des späteren Ergebnisses. Ein Informativer Beschreibungstext auf der linken Seite ist eine tolle Zusatzinformation.
Im Funktionsbereich „Anpassen“ sind die Regler für die Anpassungen der Filmsimulation. Unter dem ersten Punkt „Film“ kann zum Beispiel das Korn beeinflusst werden. Neben der Stärke über den Regler „Intensität“ auch die Korngröße bezogen auf das Filmformat. Als Standard ist der Kleinbildfilm ausgewählt.
Der wichtigste Bereich ist „Entwicklung“. Hier lassen sich mit den Bekannten Reglern „Belichtung“, „Kontrast“ und die Gruppe „Spitzlichter“, „Mitteltöne“, „Schatten“, die Helligkeit und der Kontrast einstellen.
Für Spezialisten ist die „Tonwertkurve“. Die Bedienung ist von jeder Bildbearbeitung her bekannt und erfolgt auch auf die einzelnen Farbkanäle.
Mit dem „Kanalmixer“ lässt sich die Schwarz-Weiß-Umsetzung optimieren.
Unter den „Graphischen Effekten“ stehen verschiedene „Rahmen“ und „Texturen“ zur Überlagerung zur Auswahl. Diese Funktion bietet allerdings noch Raum für Verbesserung.

Zu beziehen ist DxO Filmpack beim Hersteller DxO.

ON1 Photo 10

Beim aktualisierten ON1 Photo 10 ist das ehemalige PlugIn B&W jetzt fester Bestandteil und unter einer gemeinsamen Benutzeroberfläche integriert.

Wenn man ON1 Photo 10 als Standalone Anwendung öffnet so findet sich das B&W-Modul unter dem Punkt „FX“ für Effekte.

Möchten man die Einstellungen später nochmals ändern, so geht das in On1 Photo 10, indem man das Bild als „Smart Photo“ öffnet. Das ist etwas, was anderen PlugIns so nicht bieten.
Auch bei ON1 Photo 10 kann man bequem über ein Preset starten. Unter „Black and White“ findet man jedoch keine Filmsimulationen, sondern fertige Vorschläge zur Bearbeitung, teilweise sogar mit Rahmen. Die Filmsimulationen sind unter „Film“ zu finden. Die sehr schöne Auswahl reicht von typischen Filmen von Fuji, Ilford und Kodak, bis zu Polaroid. Bei letzterem sogar mit dem passenden Rand.
Unter „Filters/Black & White“ findet sich die reine Schwarz-Weiß-Umwandlung ohne Effekte. Sie ist der bessere Ausgangspunkt für eigenen Anpassungen.
Über einen kleinen unscheinbaren Button der ein kleines Raster mit Bildern zeigt, lassen sich die Vorschaubilder auf Bildschirmgröße vergrößern. Das macht die Auswahl der richtigen Umwandlung sehr viel einfacher.
Wie man das von vielen Editoren her kennt, so sind auch bei On1 Photo 10 auf der rechten Seite die Werkzeuge zur Bildoptimierung. Gleich zuerst finden sich die Filter, wie man sie auch aus der analogen Schwarz-Weiß-Fotografie her kennt. Darunter erst die Regler für Belichtung und Kontraste. Sehr wichtig auch hier die „Highlights“ und „Shadows“ Regler.
Sehr wichtig für den perfekten Schwarz-Weiß-Effekt ist das Korn. Auch bei On1 Photo 10 finden sich die bekannten Filme wieder und lässt sich sowohl die Häufigkeit als auch die Größe anpassen.
Kein guter Bildeditor kommt heute mehr ohne Ebenen und Masken aus. Bei On1 Photo 10 ist es ähnlich gelöst, wie bei Tonality von Macphun. Es lassen sich Einstellungsebenen stapeln und der Bildbereich, an denen die Einstellung angewendet werden soll, wird mit einer Maske realisiert.
Neue Einstellungsebenen werden über die Funktion „Add Filter“ hinzugefügt.
Auf der linken Seite finden sich eine Vielzahl an Werkzeugen um Masken zu erstellen oder zu ändern. Die einfachste Methode ist hierbei das oberste Werkzeug, der „Masking Brush“. Der Pinsel arbeitet etwas anders als in anderen Anwendungen, hier wird direkt mit schwarz gemalt, also der Bereich erstellt, an dem die Einstellung nicht gezeigt werden soll.
Wenn man am unteren Rand die Funktion „Show/Hide the Mask view“ aktiviert – das ist der Button links neben „Preview“ – dann sieht man direkt die Maske. Das hilft bei der Optimierung der Ränder.

ON1 Photo 10 ist mittlerweile eingestellt und es gibt eine Weiterentwicklung ON1 Photo 2017, die mit Lightroom und Capture One konkurrieren möchte.

 

Vorgestellt: Tecco PFR450

Von Tecco kommen zwei sehr ähnliche Papiere.

Das PFR310 ist ein sehr festes Papier mit 310 g/qm. Es biegt sich kaum und hat eine sehr feine, strukturlose (ultra-smooth) Oberfläche.

Das PFR450 ist wesentlich fester und mit 450 g/qm sehr schwer. Die Planlage ist ausgezeichnet, die Verarbeitung im Drucker jedoch nicht ohne Tücken. Da das PFR450 so dick ist, braucht es einen relativ geraden Durchlauf im Drucker – sonst droht Gefahr für den Drucker.

Der im Test verwendete Epson Stylus Pro 3800 hat mit dem hinteren Einzug leichte Probleme, das Papier zu greifen. Hier muss man gefühlvoll nachhelfen.

Die Oberfläche ist nicht ganz so glatt wie die des dünneren PFR310 und mit einer feinen Faserstruktur. Die Papierfarbe ist bei beiden Tecco identisch und etwas gelblicher als das Photo RAG von Hahnemühle. Der Farbton ist so, dass Motive in Farbe noch sehr gut wieder gegeben werden. Landschafts- und Naturaufnahmen zeigen mit den Profilen von Tecco feine Abstufungen.

Ein tolles Papier, das es wert ist ausprobiert zu werden.

Weitere Informationen auf tecco.de/

Neue Workshops starten

Es geht bald wieder los mit Workshops.

Adobe Lightroom für Einsteiger
25.03.2017 bei Fotogena Worms

Adobe Lightroom für Fortgeschrittene
26.03.2017 bei Fotogena Worms

Weitere Workshops für Lightroom kommen im Herbst.

Druckworkshops sind ebenfalls wieder geplant. Einer im Sommer, einer im Herbst. Sowie Kombinationsworkshops Porträtfotografie und Drucken, näheres demnächst hier.

Fotoforum-Reihe: Fotos perfekt drucken Teil 14 – Klassische Künstlerpapiere

Das Malen mit dem Pinsel hat ein zentrales Element gemeinsam mit dem Drucken auf Tintenstrahldruckern: Es wird mit flüssigen Farbstoffen gearbeitet. Darum liegt es nicht fern, die Künstlerpapiere für Maler und Zeichner mit einer Beschichtung für den Tintenstrahldruck zu versehen. Der Markt bietet verschiedene solcher speziellen Papiere.
Die Künstlerpapiere haben oft eine texturierte Oberfläche und hören auf so interessante Namen wie Aquarelle oder Etching. Neben dem klassischen Material Baumwolle ist auch die preisgünstigere Zellulose bei Künstlerpapieren im Einsatz.

Dies ist ein Ausschnitt aus Teil 14 der mehrteilige Reihe zum Einstieg in den FineArt Druck zu Hause.

Weiter geht es im Heft 01/2017 der Zeitschrift Fotoforum.

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Folgende Produkte werden besprochen

Boesner Foto Art-Büttenpapier
Bonjet Matt Etching
Canson Infinity Aquarelle Rag
Epson Watercolor Paper Radiant White
Sihl Textured Matt Cotton Paper 4853

Hinweise zum Boesner Foto Art-Büttenpapier

Beim Druck ist auf ein paar Dinge zu achten, die Boesner auch auf seiner Homepage angibt. So ist neben den für ein mattes Fine Art-Papier üblichen Einstellungen „Dickes bzw. starkes Papier“, natürlich auch die matte Schwarztinte, auszuwählen. Etwas unüblich soll man das Papier nicht mit einer hohen Auflösung bedrucken, sondern maximal mit 150 dpi. Ein Druckerprofil gibt es von Garza Papel nicht somit ist auch hier experimentieren angesagt.

Als erstes haben wir das 180g Papier mit einem Canon Pro-1000 und den Einstellungen „Schweres Fine Art-Papier“ sowie der niedrigsten Druckqualität „Standard“, ausprobiert. Sowohl mit dem hinteren manuellen als auch mit dem automatischen Einzug wird das Papier problemlos eingezogen. Am Epson-Drucker wäre eine passende Einstellungen „Archival Matte“ und Druckqualität „fein“. Hierbei könnte es erforderlich sein die Papierstärke auf „3“ einzustellen.

Durch den Büttenrand läuft das Papier nicht perfekt durch den Drucker, eine leichte Schräglage ist daher sehr wahrscheinlich. Es lies sich daher weder bei einem Epson Pro 3800 noch dem Canon Pro-1000 vermeiden.

Obwohl ohne angepasstes Profil gedruckt, passte die Einstellung sehr gut. Der allgemeine Bildeindruck gefällt sowohl bei Schwarzweiß als auch bei Farbmotiven. Bei Motiven mit kräftigen Kontrasten sind in dunklen Schattenbereichen Schwächen in der Durchzeichnung zu erkennen. Bei Schwarzweiß kaschiert das ein wenig die starke Struktur.

Das 180g Papier ist schon vor dem Druck leicht gewellt, was aber beim Druck mit unseren Einstellungen kein Problem macht. Das schwerere 260g Papier kennt dieses Problem nicht.

Weitere Papiere im Detail

Eine tolle Bandbreite an texturierten Papieren hat Hahnemühle im Programm. Als Fotograf beschränkt man sich meist auf weniger extrem texturierten Papiere.

Das für ein Fine Art Papiere mit 210 g leichte Albrecht Dürer ist eine Mischung aus 50% Baumwolle und 50% Alphazellulose. Die Struktur ist ähnlich stark ausgeprägt wie das Canson Aquarelle Rag. In Bildbereichen mit großen homogenen Farbflächen wie Himmel, könnte das vom Motiv ablenken.
Sehr viel unauffälliger in seiner Struktur ist das 310g schwere German Etching. Das 100% aus Alphazellulose bestehende Papier ist sehr universell einsetzbar. Es ist etwas steifer als sein Bruder Museum Etching.
Obwohl das Museum Etching mit 350g schwerer als das German Etching, ist es nicht so steif. Dank der Baumwolle fühlt es sich toll an und mit seiner Kombination aus unauffälliger Struktur und zartem Weißton ein sehr universelles Papier, welches man sehr gerne einsetzt.
Obwohl aus Baumwolle fühlt sich das William Turner eher wie ein Karton an. In zwei Versionen mit 190g und 310g ist das Fine Art Papier zu haben. Etwas heller vom Weißton besitzt es eine Struktur die immer präsent ist, aber nicht so auffällig wie ein Albrecht Dürer.

Natürlich wird man nicht nur bei Hahnemühle fündig.

Von Innova gibt es eine neue Serie mit dem Namen Editions. Hier finden sich zwei neue Papiere das Fabriano Printmaking Rag und das Fabriano Artistico Watercolour Rag. Beide sind mit 310g sehr schön schwer und entsprechend dick, sowie aus 100% Baumwolle.

Ganz anders das Fabriano Printmaking Rag. Die relativ sanfte Struktur macht es zu einem sehr universellen Fine Art Papier und damit zu einer Alternative zum Hahnemühe Museum Etching oder Canson Printmaking Rag.
Das Fabriano Artistico Watercolour Rag zeigt schon im Namen, das es über eine Aquarellpapierstruktur, wie das Canson Aquarelle Rag verfügt. Daher sind sich die Beiden auch ähnlich.
Das Tecco TFR300 ist dem Sihl ähnlich, wobei etwas weißer ist. Den Beinamen Galleryboard trägt das sehr steife Papier zu recht. Mann sollte beim Tecco nur mit der Oberfläche aufpassen, die sehr raue Oberfläche hält die Pigmente nicht sehr gut fest. Ein Protective Spray ist hier angeraten, ebenso wie bei vielen ähnlichen Papieren.

Fotoforum-Reihe: Fotos perfekt drucken Teil 13 – Hochglanz-Spezialisten

Auf hochglänzende Bildpräsentation ausgerichtete Spezialpapiere faszinie- ren durch ihren Umgang mit Licht. Wir zeigen, was unsere Favoriten im Markt können.

Wenn es um den besonderen Glanz geht, sind Spezialisten gefragt. Wir haben fünf verschiedene Papier- typen getestet: Soll beispielsweise der Glanz eines Autos besonders hervorgehoben werden, sind High-Gloss-Filme eine gute Wahl. Sie basieren nicht auf Zellulose, sondern auf einem weißen Polyesterfilm, der dünn und glatt ist.

Nicht ganz so makellos sind High-Gloss-Papiere. Bei ihnen sind ganz kleine Unebenheiten auf der Oberfläche zu erkennen – wie auch bei normalen Glossy-Papieren. Sie bieten sich bei farbstarken Motiven an, die richtig kräftig strahlen sollen.

Perlmutt steht für Luxus und wer in den Achtzi- gern groß geworden ist, denkt an eine Autofarbe, die beeindruckend in der Sonne geglänzt hat. Als Motive liegen Schmuck oder lackierte Objekte nahe.

Gegen das Licht betrachtet sieht man bei den im Vordergrund liegenden Highgloss- Fotopapieren ihre minimale Struktur. Der dahinter liegende Film von Pictorico hingegen ist absolut glatt.
Im Vergleich zum kalten Studio Silver und dem neutralen Photo HighGloss Premium RC fällt der Perlmuttschimmer des Metallic Pearl High Gloss Photo Paper sehr deutlich auf.

Dies ist ein Ausschnitt aus Teil 13 der mehrteilige Reihe zum Einstieg in den FineArt Druck zu Hause.

Weiter geht es im Heft 06/2016 der Zeitschrift Fotoforum.

Folgende Produkte werden besprochen

Pictorico PPF150
Canson Photo HighGloss Premium RC
Photolux studio silver
Sihl Metallic Pearl High Gloss Photo Paper
Tecco ISG250 Iridium Silver Gloss
Permajet Titanium Lustre Metallic 280

Fotoforum-Reihe: Fotos perfekt drucken Teil 12 – Japanpapiere

Während bei uns im Westen Materialien wie Baumwolle und Zellulose am häufigsten bei Papieren zum Einsatz kommen, ist im Land der aufgehenden Sonne die Bandbreite weitaus größer. Historisch finden dort Pflanzenfasern wie Bambus, Hanf, Kenaf und Kozo Verwendung.

Die sogenannten Japanpapiere zeichnen sich aber nicht nur durch die Materialien aus, sondern auch durch ihr teilweise sehr geringes Flächengewicht. Wir haben eine Auswahl der im Markt vertretenen Papiere auf ihre Stärken und Schwächen getestet.

Dies ist ein Ausschnitt aus Teil 12 der mehrteilige Reihe zum Einstieg in den FineArt Druck zu Hause.

Weiter geht es im Heft 05/2016 der Zeitschrift Fotoforum.

Folgende Produkte werden besprochen:

Awagami Inbe White
Epson Japanese Kozo Paper
Hahnemühle Bamboo
Hahnemühle Rice Paper
Pictorico ART Cotton Paper (MCT)
Pictorico ART Kenaf Paper

Hersteller Links

awagami.com
www.epson.de
www.hahnemuehle.com/de
www.pictorico.eu leider hat Pictorico sein Geschäft in Deutschland eingestellt

Zu beziehen bei

www.epson.de
www.lifefoto.de
www.optimum-direkt.de
www.pictorico.eu

Das Awagami Inbe ist für den beidseitigen Druck geeignet. Motive mit starken Kontrasten wie beispielsweise Schwarzbilder scheinen auch bei der Extra Thick Variante deutlich durch. Hier ist Fingerspitzengefühl beim Buchlayout gefragt.
Damit das mit 34g sehr dünne Japanese Kozo Paper von Epson problemlos verarbeitet werden kann, ist es mit einem Trägermaterial versehen, welches nach dem Druck abgezogen wird. Das transparente Papier verträgt auch einen starken Tintenauftrag bei kontrastreichen Motiven.
Gegen das Licht gehalten, sieht man deutlich die Wasserlinien beim Hahnemühle Rice Paper.
… und die Rückseite mit einer starken wolkenartigen Struktur versehen. Kein einfaches Papier, weder bei der Motivwahl noch beim Druckergebnis. Hier sollte man einen Softproof vor dem Druck machen, um die Druckausgabe anzupassen.
Das Pictorico ART Kenaf Paper (MW1PH) ist ein Papier der Extreme, sehr gelb und beidseitig bedruckbar ist die Vorderseite sehr glatt …
Der Bruder des Pictorico ART Kenaf Paper, die Unryu-Variante, ist nicht weniger schwierig. Die Faserstruktur – hier gegen das Licht betrachtet – spielt deutlich mit dem Motiv und macht die Motivwahl zu einer Herausforderung.

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Test: A2-Fineart-Fotodrucker im Vergleich

Welcher Hersteller baut den besseren Fineart-Fotodrucker? Wir testen die A2-Geräte Epson SC-P800 und Canon iPF Pro-1000. Erfahren Sie zudem alles über Verbrauchskosten und alles über Fotodruck.

Die Spezialisten unter den Tintenstrahldrucker bringen Fotos mit bis zu zwölf Farben auf das Papier. So erreichen sie mit passendem Papier eine einzigartig gute Darstellungsqualität. Wir testen zwei Spitzengeräte von Canon und Epson, die beide das A2-Plus-Format unterstützen. Der Epson SC-P800 verwendet acht Farben, während der Canon iPF Pro-1000 zwölf Farben nutzt. Doch zunächst geben wir einen Überblick über den Fotodruck mit Tintenstrahldruckern und eine Martkübersicht von Fine-Art-Fotodruckern.

Weiter mit dem Test auf macwelt.de

Aktuelle Druckkostentabelle

Hat man keinen Großformatdrucker, der den genaue Verbrauch ermittelt oder möchte man vor dem Kauf wissen, mit welchen Druckkosten man rechnen kann, hilft ein kleiner Blick in meine Tabelle. Die Preisangaben beziehen sich auf die UVPs. Gerade bei älteren Druckern legen die Kosten im Handel darunter.
Wer die Kosten überschlagen möchte, kann mit rund 25 Millilitern pro Quadratmeter rechnen. Bei den Großformatdruckern liegt es etwas darunter. Natürlich hängen die realen Kosten auch davon ab, in welcher Auflösung und mit wie vielen Farben gedruckt wird.
Als grobe Richtung ist es jedoch brauchbar.

Canon Pixma Pro-10s

Canon Pixma Pro-1

Canon imagePROGRAF iPF Pro-1000

Patronengröße (ml)

14 36 80

Preis pro Patrone

14,99 32,99 59

Preis pro Liter

1070,71 916,39 737,50

Epson SureColor SC-P400

Epson SureColor SC-P600

Epson SureColor SC-P800

Patronengröße (ml)

14 25,9 80

Preis pro Patrone

16,54 29,99 59,99

Preis pro Liter

1181,43 1157,92 749,88

Epson Stylus Pro 4900

Epson SureColor SC-P6000 STD

Patronengröße (ml)

200 350 700

Preis pro Patrone

96,7 154,7 279,65

Preis pro Liter

483,5 442 399,5